KI-Modellwahl: Was uns Ende 2025 beschäftigt hat

Cloudmodelle, eigene Infrastruktur oder kleinere Spezialisten: Unser Rückblick auf die Überlegungen vom Dezember 2025 zeigt, warum die Betriebsform zur Aufgabe passen muss.

Cloud nutzen oder eine eigene KI betreiben? Zum Jahresende 2025 betrachteten wir drei Ansätze: große Cloudmodelle, größere Modelle auf eigener Infrastruktur und kleinere Modelle für begrenzte Aufgaben.

Stilisierte Entscheidungsmatrix: Cloud, eigener Betrieb und kleines KI-Modell werden nach Datenzugriff und Betreuung verglichen.
Stilisierte Veranschaulichung mit fiktiven Beispieldaten.

Cloudmodelle: Nutzung statt eigener Infrastruktur

Cloudangebote standen für den Zugang zu umfangreichen KI-Funktionen, ohne selbst die Recheninfrastruktur aufzubauen. Typische Aufgaben waren Texte bearbeiten, recherchieren, programmieren und komplexe Fragen durchgehen. Einrichtung und Betrieb der zugrunde liegenden Modelle lagen beim Anbieter.

Damit rückten andere Fragen in den Vordergrund: Welche Informationen werden an den Dienst übermittelt? Welche Funktionen braucht der Arbeitsablauf? Und wie leicht lässt er sich später zu einem anderen Anbieter übertragen? Weniger eigene Infrastruktur bedeutet nicht, dass diese Entscheidungen entfallen.

Eigener Betrieb: Mehr Entscheidungen selbst treffen

Die zweite Gruppe umfasste größere offen verfügbare Modelle, im damaligen Überblick etwa Apertus 70B. Hier lag der Schwerpunkt darauf, Infrastruktur, Zugänge und Datenwege selbst zu gestalten.

Dazu gehört die Verantwortung für Rechenleistung, Speicher, Einrichtung und Betreuung. Der Kauf eines Servers ist deshalb nur ein Teil der Rechnung. Als grundsätzliche Einordnung gilt außerdem: „Offen“ bedeutet nicht automatisch uneingeschränkt nutzbar. Die Bedingungen der gewählten Modellversion müssen zum geplanten Einsatz passen.

Kleinere Modelle: Eine begrenzte Aufgabe lösen

Dokumente einordnen, bestimmte Angaben herausziehen oder Anfragen zuordnen: Solche begrenzten Arbeitsschritte bildeten die dritte Gruppe. Der Gedanke dahinter war, die Modellwahl an einer überschaubaren Aufgabe auszurichten.

Eine Projektnummer aus einem Dokument herauszusuchen ist etwas anderes, als eine offene strategische Frage zu bearbeiten. Entscheidend bleibt der Test mit tatsächlichen Unterlagen: Werden die benötigten Angaben gefunden, und wie viel Kontrolle und Korrektur ist nötig?

Die Aufgabe verbindet die Ansätze

Unser Ausblick Ende 2025 war eine Kombination verschiedener Bausteine. Nicht jede Aufgabe eines Unternehmens muss mit demselben Modell oder in derselben Umgebung bearbeitet werden. Zur Auswahl gehört auch, wie ein Modell die passenden Informationen erhält.

Wie sich relevantes Wissen bereitstellen lässt, erklärt unser Beitrag zu RAG und Unternehmenswissen. Für die weitere Planung helfen die Kalkulation von KI-Kosten und unsere Einordnung von Apertus.

Über den Autor

Alex Krapp

Alex Krapp entwickelt SOULSURF als Unternehmen weiter, berät Kunden strategisch und schafft die Grundlage für langfristige Partnerschaften. In seinen Beiträgen verbindet er digitale Möglichkeiten mit den Zielen und Abläufen im Unternehmen. Er schreibt über die Einführung von KI, verständliche Inhalte und die Frage, wie aus neuen Technologien sinnvoll eingesetzte Lösungen werden.

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